Die wunderbare Geschichte von einem traurigen Abschied…
…und einem glücklichen Wiedersehen!
An dieser Stelle möchte ich ein Erlebnis aus einer meiner Kommunikationen erzählen, das so einzigartig und wunderschön ist, dass ich es euch nicht vorenthalten möchte!
Es geht um die Geschichte einer großen Liebe, Abschied nehmen, trauern und loslassen. Es geht um Weinen und Lachen, Schmerz und Freude, Sehnsucht und Ungeduld… Um Glaube, Liebe, Hoffnung!
Die Geschichte einer Reinkarnation!
Es war Anfang diesen Jahres, 2008. Etwa Februar. An einem dieser Tage sollten die beiden Hauptdarsteller dieser Geschichte – oder besser gesagt: zunächst einer der beiden eben genannten – in mein Leben treten, um dieses für die nächsten Monate ziemlich auf Trab zu halten.
Darf ich vorstellen: Claudia. Ein Mensch. Weiblich, witzig, wortgewandt – aber auch sehr traurig.
Claudia kam mit einem ganz besonderen Anliegen zu mir. Um ihre eigenen Worte zu benutzen: „Ich habe einen Teil meiner Seele verloren, und fühle nur noch Schmerz…“
In unserem Telefonat erfuhr ich, dass Claudia im November 2007 von ihrer heiß und innig geliebten Hundedame Jessy, nach 14 Jahren tiefer Freundschaft und enger Verbundenheit, Abschied nehmen musste.
Darf ich vorstellen: Jessy. Ein Hund. Weiblich, und wie sich später herausstellen sollte, ebenfalls witzig und wortgewandt – ganz klar Frauchens Hund. Seit ca. drei Monaten, um es in Jessys eigenen Worten zu erzählen „jenseits von Sonnenuntergang und den Sternen“.
Claudia: „Jessy und ich wir gehören zusammen. Unsere Seelen sind miteinander verbunden. Ich möchte wissen, wann mein Mädchen wieder zu mir zurückkommt. Am besten mit Adresse, Datum und Uhrzeit
.
Ich – am anderen Ende der Leitung: „Puuuhhh! Du möchtest ein Date.“
Claudia: „Ja. Ein Date. Ich gebe dir ihr Foto und du machst einfach mal. Ich vertrau dir. Das schaffst du schon.“
Ich: „Puuuhhh!“
Eine Woche später…
Ich sitze vor einem Foto. Auf dem Bild schaut mich ein vorwitzig grinsendes, Rauhhaardackelähnliches, Hundegesichtchen an. Jessy. Obwohl sie gefühlt „sehr weit weg ist“ führen wir bald eine lockere Kommunikation miteinander. Ich stelle fest, dass Jessy - genau wie ihr Frauchen – gerne plaudert 
Im folgenden lest ihr Auszüge aus meiner Kommunikation mit Jessy. Sie im Ganzen zu veröffentlichen würde den Rahmen sprengen 
...Ich erzähle Jessy von Frauchens Trauer, ihrem Schmerz, der Einsamkeit ohne sie, und dem Warten auf ihre Rückkehr. Dass Frauchen sich fühlt, als fehle ihr ein Teil ihrer Seele.
Jessy (schimpft – bellt mich an): „ Sie ist auch ohne mich vollständig und ganz! Bin bei ihr – jeden morgen – jeden Tag – jeden Abend – jede Nacht!“ Sage Frauchen, sie raucht zu viel! Sie ist chaotisch, planlos und unkonzentriert!
Claudia (verschämt…): „Stimmt“
Jessy: „Sie hat einen wichtigen Werkstatttermin mit ihrem Auto vergessen!!!“
Claudia (zähneknirschend…): „Stimmt auch… (es stellt sich heraus, dass der Inspektionstermin für Claudias Auto seit zwei Wochen verstrichen ist!)“
Jessy: „Ich fühle mich gut hier – alles ist so leicht. So herrlich einfach. Die Erholung tut mir gut! Aber Frauchen zu sehen wie sie wartet – mich vermisst… Aus dem Fenster schaut – in den Himmel schaut… ruft: Jessy, wo bist du?"
Claudia: „Das stimmt! Ich stehe jeden Abend am Fenster, schaue in den Himmel, rufe sie…“
Jessy: „Einige sagen: Geh zurück! Sie braucht dich! Andere halten mich hier. Sagen, sie muss auf eigenen Beinen stehen! Mein Herz sagt, ich kann sie nicht alleine lassen. Ich wünschte mir, sie gäbe mir etwas mehr Zeit, mich auf die Reise vorzubereiten. Viele von uns bleiben hier Jahre, Jahrzehnte! – bis sie für die Reise bereit sind. Sage ihr, ich komme zurück. Wenn sie es wünscht, schon bald. Doch sie soll nachdenken, ob sie mir nicht Zeit schenkt. In meinem Leben hat sie mir ALL ihre Zeit Geschenkt! Ich liebe sie, sag es ihr!
Christina: „Wenn du zurückkommst, wirst du dann als Hund zurückkehren?“
Jessy schildert nun wichtige Details, die ich farblich hervorhebe.
Jessy: „Ja, als Hündin, eigentlich weiß. Die Farbe des Lichts, der Reinheit. Ich überlege aber, ob ich nicht gerne größer wäre. Hm. Verlockender Gedanke. Frauchen bräuchte mich nicht ständig beschützen. Sie ist es die Schutz braucht, sag es ihr! Man kann sie einfach nicht allein lassen (Jessy wird wieder ärgerlich). Sag ihr, sie soll ihren rasanten Fahrstil beim Autofahren ablegen. Damit tut sie unserer Wiedervereinigung keinen Gefallen. Ich möchte nicht mit ihr die Plätze tauschen. Sie soll ihr Auto durchchecken lassen, ihre Sicherheit ist wichtig! (Werkstatttermin…:o). Es muss doch möglich sein, dass sie solche Kleinigkeiten alleine schafft!
Christina: „Beschreibst du mir die Umstände deiner Rückkehr genauer? Gibst du uns Hinweise?“
Jessy: „Ich möchte gerne weiß sein. Vielleicht mit ein paar Flecken in braun. Ich wäre gerne weiblich, doch das ist noch nicht ganz klar. Mein Fell wird weich sein. Meine Ohren haben eine spitze Form mit seidigen Fellbüschelchen. Es wird ein Hof sein. Er liegt höher (zeigt mir eine hohe „Höhenlage“ – bergig, neblig). Es gibt dort Schafe und Stroh (zeigt mir eine Schafherde beim Abtrieb und Heu- und Strohberge). Ich werde nur wenige Geschwisterchen haben. Sie sind andersfarbig, damit Frauchen mich auch erkennt. Meine Mutter sieht MIR ähnlich. Frauchen hofft auf den Frühling. Doch siehst du den Wind? Die Ahornblätter die Fallen (zeigt mir rote Blätter fallen…)? Wahrscheinlich wird es Herbst. Ich werde zurückkommen, doch es muss noch einiges geklärt werden. Bei mir hier – jenseits von Zeit und Raum – und in Frauchens menschlichem Leben. Sie muss ihren Weg noch ein Stück gehen! Sag ihr, ich hab sie im Auge! Sie kann schon mal meine Deckchen waschen!
4 Monate später, Mitte Juni…
Claudia: „Letzte Woche habe ich von Jessy geträumt, das erste Mal seit ihrem Tod. Ich stand am offenen Fenster, und Jessy schwebte zu mir. Ich konnte sie streicheln und kraulen. Ich spüre jetzt noch ihr Fell in meinen Händen. Sie war fröhlich und hat mit mir gesprochen. Aber ich konnte mich nicht mehr an ihre Worte erinnern nachdem ich aufwachte. Ich weiß nur dass es eine fröhliche und glückliche Begegnung war, die immer noch in mir lebendig ist. Ich glaube sie ist auf dem Rückweg!
Weitere vier Wochen später, etwa Mitte Juli:
Christina: „Hallo Jessy! Wo bist du?“
Jessy: „Bin im Mutterleib! (zeigt mir Fruchtwasser, Blubberblasen, Purzelbäume – zeigt sich ganz klein, dreht sich, ich sehe ihre Nabelschnur, spüre Wärme, schaukeln. Ich höre ihre Stimme ganz nah!)“
Christina: „Wo kommst du auf die Welt?“
Jessy zeigt mir wieder Bilder von „hoch oben – Gehöft – Schafen und Stroh - die gleichen Umstände wie aus vorheriger Kommunikation.
Christina: „Was hatte Claudias Traum zu bedeuten?“
Jessy: „Ich wollte zeigen dass ich auf der Reise bin. Es war der Tag an dem ich aufbrach! Ich sagte ihr wie lieb ich sie habe! Bin stolz auf sie, sie arbeitet stark an sich!“
Im Oktober 2008...
...genau zu dem Zeitpunkt als die ersten roten Blätter fielen…
…fand Claudia endlich ihre Jessy - sie heißt jetzt Elisa, die mittlerweile 8 Wochen alt war, wieder. Mit weißem Fell und braunen Flecken, ein Australian Shepherd-Baby, ein kleines Mädchen, mit seidigen Fellbüschelchen in den Öhrchen, hoch oben, in der bergigen Rhön, auf einem Hof mit einer Schafherde, Heu und Stroh… Elisa hat nur wenige Geschwisterchen und sieht als einzige! aus wie ihre Mutter, damit Frauchen sie auch erkennt! Wenn sie erwachsen ist, wird sie eine große, wunderschöne Hundelady sein
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Elisa, genannt Lieschen, genießt nun ein umsorgtes Welpendasein in ihrem Neuen Alten zu Hause. Genau wie Rauhaardackelmischlingsdame Jessy stellt sie sich mit den Vorderpfoten auf den Rand der Badewanne und schlürft genüsslich Frauchens Badewasser 
Ich danke Claudia, der liebevollen Chaotin, von Herzen, dass sie mir die Veröffentlichung ihrer und Jessys Geschichte lächelnd gestattet und mich beim Verfassen des Textes bei einem gemütlichen Kaffeeklatsch unterstützt hat. Jessy danke ich für ihre erheiternde und äußerst lehrreiche Zusammenarbeit vor und während ihrer langen Reise und dafür, dass sie endlich wieder da ist. Frauchen hätte es wohl nicht mehr länger ausgehalten
